Femto-Lasik Augenlasern - Methode erklärt

Die Weiterentwicklung der klassischen Lasik-Methode zum Lasern der Augen stellt das Femto-Lasik-Verfahren dar. Das eigentliche Lasern des Auges, bei dem mit einem so genannten Excimer Laser die Hornhaut des Auges modelliert wird (bei Kurzsichtigkeit wird die Hornhaut abgeflacht, bei Weitsichtigkeit eine künstliche Wölbung mit dem Laser 'geschliffen'), ist bei Femto-Lasik und Lasik identisch. Der Unterschied der Femtolasik zur normalen Lasik besteht in der Präparierung des so genannten Flaps, der Hornhautlamelle (Hornhautdeckel), der vor dem eigentlichen Lasern des Auges geschnitten und aufgeklappt werden muss, damit der Excimer Laser im inneren der Augenhornhaut werkeln kann.

Während bei der normalen Lasik-Methode dieser Flap mit einem winzig dünnen Messer (genannt Mikrokeratom oder Mikrohobel) geschnitten wird, wird bei der Methode der Femto-Lasik auf dieses Messer verzichtet. Statt dessen nutzt man einen zweiten Laser neben dem eigentlichen Excimer Laser, nämlich den so genannten Femtosekundenlaser. Dieser hat seinen Namen daher, dass er extrem kurze Laserimpulse aussendet (Infrarotlaser, 1052 nm Wellenlänge), deren Wirkdauer eben nur wenige Femtosekündchen dauert.


Der Femtolaser arbeitet dabei nun besonders raffiniert. Denn das "Schneiden" des Flaps erfolgt nicht in dem Sinne, dass man wie mit einem "Laserschwert" einen Schnitt ausführen würde. Statt dessen arbeitet der Femto-Laser im Inneren der Hornhaut. Der Femto-Sekunden-Laser erzeugt dort in exakt definierter Tiefe der Hornhaut winzigste Gasbläschen. Experten sprechen dabei von einem "Mikro-Plasma". Die entstehenden Mikroblasen aus Kohlendioxid und Wasser dehnen sich geringfügig aus, und das Gemsich aus Gas und Wasser wird durch die epitheliale Pumpwirkung abgesaugt, so dass nur nur durchtrenntes Hornhautgewebe im Inneren der Hornhaut zurückbleibt. Tausende solcher Bläschen sorgen quasi für eine Perforationslinie der Hornhaut, an der entlang der Flap (Hornhautdeckel) dann aufgeklappt werden kann, um die eigentliche Laserung des Auges mit dem Excimer Laser durchzuführen.

Was alles furchtbar kompliziert klingt, hat einige Vorteile gegenüber der normalen Lasik mit Flap-Präparierung durch das Mikrokeratom, wenn man den Aussagen vieler Augenchirurgien glauben darf. So gilt die Vorgehensweise mit dem Femtolaser als deutlich präziser, schonender und noch komplikationsfreier. Und was viele Patienten beruhigt: es wird nicht mehr mit einem Messer im Auge herumgewerkelt, sondern ein Computergesteuerter Laser "macht den Schnitt". Unter der Annahme, dass die Lasertechnik weniger fehlbar ist als ein manueller, human geführter Eingriff, sinkt entsprechend das Risiko eines ärztlichen Fehlers. Zudem spricht man davon, dass mit der Femtolaserung weniger Gewebe zerstört werden muss als beim Schnitt mit dem Mikrokeratom. Auf der anderen Seite gibt es aber Kritiker der Femto-Behandlung, die vorwerfen, das Verfahren sei vor allem Geldmacherei, denn die Femtolaseroperation ist in nahezu allen Fällen deutlich teurer als die "einfache Lasik".

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Letzte Änderung am Mittwoch, 12. Mai 2010 um 00:37:12 Uhr.