Wellenfront Lasik

Augen lasern mit Lasik + Wellenfront Analyse

Eine Lasik-Laserbehandlung wird zur Fehlsichtigkeitskorrektur bei Kurz- und Weitsichtigkeit sowie Astigmatismus durchgeführt. Die Wellenfront Lasik ist die Weiterentwicklung der konventionellen Lasik.

Während früher nach einer konventionellen Lasik-Behandlung die Sehschärfe bei Tageslicht zu 100% korrigiert werden konnte, blieben dennoch Defizite bei der nächtlichen Sehschärfe sowie Blendeffekte zurück. Ein Teil der Patienten leidet zusätzlich unter optischen Abberationen (Abweichungen von der normalen optischen Abbildung), wenn die Pupille bei ungünstigen Lichtverhältnissen wie Dämmerung oder in der Nacht erweitert ist.

Bei einer Korrektur der Fehlsichtigkeit mittels Brillen oder Kontaktlinsen werden nur die Sphären und/oder Hornhautverkrümmung ausgeglichen. Optische Aberrationen können mit diesen Hilfsmitteln nicht ausgeglichen werden, da das Auge beweglich ist und eine Korrektur augenzentriert erfolgen muss. Nur mittels refraktiver Lasik können diese optischen Aberrationen beseitigt werden.

Die erste Wellenfront Lasik wurde 1999 in den USA erfolgreich durchgeführt. Dabei werden mittels eines Aberrometers (Wellenfrontanalyzers) die Abberationen quantitativ und extrem präzise an mehr als 250 Punkten im Auge vermessen. Dazu wird ein Lichtstrahl auf der Netzhaut gebündelt, der sich in Form einer Wellenfront über die Augenlinse und Hornhaut ausbreitet. Ein perfektes Auge ohne Fehlsichtigkeit und optische Abberationen reflektiert das Licht in gerader Wellenfront, bei Fehlsichtigkeit wird das Licht in unregelmäßigen Wellen reflektiert. Die Daten werden an einen Laser übertragen und ausgewertet. Dieser berechnet das so genannte Ablationsprofil oder mit anderen Worten, wieviel Hornhautgewebe an welchem Punkt abgetragen werden muss. Bei der konventionellen Lasik hingegen erfolgt ein gleichmäßiger Abtrag der Hornhaut auf dem gesamten Auge. Anschließend führt ein hochleistungsfähiger Excimer- oder Scanning-Spot-Laser aus dieser Berechnung eine punktgenaue, maßg eschneiderte Wellenfront Lasik durch.

Das Ziel einer Wellenfront Lasik ist eine gute Sehschärfe unter ungünstigen Lichtverhältnissen sowie die Minimierung des Blendeffekts. Ein angenehmer Nebeneffekt der Wellenfront Lasik ist eine supernormale Sehschärfe tagsüber, die in Einzelfällen 160 – 200% erreichen kann. Üblich sind ca. 140% Sehschärfe bei Tageslicht nach einer aberrationsgesteuerten Lasik.

Die Wellenfront Lasik ist eine schonende Korrekturmethode, da die Hornhautabtragung gegenüber früheren Verfahren wesentlich reduziert wurde. Dennoch benötigt nicht jeder Patient eine Wellenfront-Lasik, da nicht jede Fehlsichtigkeit automatisch mit optischen Aberrationen einhergeht. Bei normalen Fehlsichtigkeiten ist nach wie vor die konventionelle Lasik das Mittel der Wahl. Die Wellenfront Lasik erfordert einen höheren medizinischen Aufwand und ist daher auch mit höheren Kosten als die klassische Lasik verbunden.