Hornhautverkrümmung

Sehfehler Astigmatismus

Hornhautverkrümmung wird auch Astigmatismus, bzw. Stabsichtigkeit genannt und ist eine Fehlsichtigkeit des Auges, bei der sich die Hornhaut nicht durchgängig kugelförmig wölbt, sondern in einer Richtung stärker. Durch die Krümmung werden Bilder verzerrt, bzw. verschwommen wahrgenommen. Eine Hornhautverkrümmung ist bei den meisten Menschen vorhanden, häufig jedoch in so geringer Ausprägung, dass keine Beeinträchtigung stattfindet. Darüber hinaus kann die Krümmung durch eine entsprechende Brille oder Kontaktlinse ausgeglichen werden, konkret durch so genannte torische Kontaktlinsen wie etwa die PureVision Toric. Eine Hornhautverkrümmung, die über -5 Dioptrien hinaus geht, ist meist nicht mehr durch eine Brille zu korrigieren, kann aber operativ verbessert werden. Dazu wird das Verfahren der Astigmatischen Keratotomie angewendet. Hierbei wird für den ersten Behandlungsteil das Auge mittels Tropfen nur leicht örtlich betäubt. Die Stelle der stärksten Hornhautkrümmung wird anschließend mit Hilfe des Operationsmikroskops markiert. Darüber hinaus erfolgt eine Messung der Hornhautdicke. Nun wird das Auge durch eine Injektion seitlich vom Augapfel erneut anästhesiert. Im Anschluss daran werden kleinste Schnitte in die Hornhaut verbracht, die etwa zwei Drittel der Dicke derselben ausmachen. Durch diese Schnitt-Technik flacht die Krümmung entsprechend ab. Abschließend wird ein Verband angelegt. Die Operation hat in den meisten Fällen eine sehr gute Verbesserung der Hornhautverkrümmung zur Folge. In manchen Fällen ist noch eine Brille mit einer geringen Dioptrienzahl erforderlich.

Bei einer Hornhautverkrümmung von lediglich bis zu 3 Dioptrien kann meist eine Augenlaserbehandlung (Lasik) diese beheben. Hierbei wird die oberste Schicht der Hornhaut angeschnitten und abgeklappt. Ein Augenlaser trägt gemäß der Dioptrien-Werte das Gewebe so ab, dass die Brechkraft der Hornhaut sich entsprechend verändert. Anschließend wird die oberste Schicht zurück geklappt und haftet an. Eine Brille ist danach üblicherweise nicht mehr erforderlich.


Hornhautentzündung
Hornhauttransplantation