Keraringe
Keratokonus - Keraring einsetzen
Unter Keraringen versteht man eine Behandlung des Keratokonus. Dabei handelt es sich um eine erblich bedingte Krankheit, bei der die Form der Hornhaut des Auges, welche in der Regel rund verläuft, so verbogen ist und über eine solche kegelförmige Vorwölbung verfügt, dass die Sehschärfe wesentlich beeinträchtigt ist.
Wenn Brillen und harte Kontaktlinsen nicht mehr ausreichen, kann ein Keraring eingepflanzt werden. In der Regel geschieht dies auf den Gründen der fortschreitenden Erkrankung, einer Kontaktlinsenunverträglichkeit oder irregulären Hornhautoberflächen. Diese können insbesondere durch Hornhautverpflanzungen entstehen. Bei einer Einpflanzung der Ketaringe kann das Fortschreiten des Keratokonus aufgehalten werden. Dadurch wird auch die Verpflanzung von Hornhaut hinausgezögert.
Der Ketaring ist grundsätzlich von Personen jeden Alters zu tragen. Er wird von der Hornhaut ohne Probleme angenommen und gilt als modernste und zugleich auch sicherste operative Behandlungsmöglichkeit der Erbkrankheit. Der Ring besteht aus Kunststoff, welcher aus Perspex CQ Acrylic hergestellt wird. Hierbei handelt es sich um ein Material, dass seit vielen Jahren schon erfolgreich für die Produktion von Intraokular-Linsen zur Behandlung von Grauem Star benutzt wird.
Der Einsatz der Ketaringe erfolgt ohne Schmerz und dauert nur etwa eine Viertelstunde. Dabei wird ein Tunnel vorbereitet, in den die Ketaringe hineingeschoben werden können. Dies geht sehr zügig und erfolgt meist durch einen Femtosekundenlaser. Dieser kann binnen 6 Sekunden die Schnitte für den Tunnel vorbereiten. Im Anschluss daran werden die Ketaringe einfach in den Tunnel hineingeschoben. Innerhalb nur weniger Tage erholt sich das Auge von dem Eingriff. In den ersten Tagen kann es zu Schwankungen der Sehstärke führen, nach einem Vierteljahr etwa hat diese sich jedoch stabilisiert. Der Eingriff kann grundsätzlich jederzeit wieder rückgängig gemacht werden, sodass sich die Hornhaut wieder in ihre Ausgangslage versetzt. Die Risiken des Eingriffes sind relativ gering.